Eine unüberschaubare Anzahl an Webseiten, YouTube Videos, Ratgeber, Illustrierte, Produktratgeber, Experten, Werbung und Influencer zum Thema Beauty erklären uns tagtäglich die neuesten Produkte für die tägliche Hautpflege.

Warum wir diese Produkte aber anwenden sollen bzw. was wirklich notwendig ist um die Haut nicht nur schön, sondern auch gesund zu halten, diese Informationen fehlen in den allermeisten Fällen. Deshalb widmen wir uns diesem Thema in diesem Blog Post.

Vorab

3 Dinge sind essentiell! Reinigung, Säuren und Schutz.

Die Haut als Organ verstehen

Wichtig ist es, zu verstehen, dass die Haut als Organ große Parallelen zum menschlichen Darm aufweist. Vereinfacht erklärt, bedeutet das, dass Sie aus einer Art Schutzbarriere besteht, auf der dementsprechende Bakterien wohnen. Nur wenn diese Schutzbarriere in Takt ist und die Bakterienflora vollständig und optimal ausbalanciert ist, ist die Haut im Stande Feuchtigkeit und Lipide (Fette) zu speichern und sich gegen schädliche Einflüsse, wie z.B. Umweltgifte zu verteidigen. Das bedeutet, dass die meisten Probleme der Haut, vor allem Feuchtigkeitsmangel, Rötungen und Entzündungen in den allermeisten Fällen auf eine gestörte Hautbarriere zurückzuführen sind. Mit der richtigen, täglichen Pflege kann also nicht nur wesentlich zur längeren Jugendlichkeit, sondern vor Allem zur Gesunderhaltung der Haut beigetragen werden.

Reinigung der Gesichtshaut – 2 mal täglich ein Muss

Diese Überschrift kann man gar nicht groß genug schreiben. Ein passendes Reinigungsprodukt ist das A&O um die Haut dauerhaft gesund zu erhalten. Warum? Darauf gibt es eine ganz einfach Antwort:

Nicht nur körpereigener Talg und Schweiß lagert sich auf der Hautoberfläche ab. (Bei Frauen auch oft zusätzlich Make Up) Auch Toxine aus der Umwelt, wie z.B. Staub belasten unser Gesicht nach einem abwechslungsreichen Tag und hemmen die “Atmungsfähigkeit” für einen gesunden Haut-Stoffwechsel. Die meisten aller Hautprobleme lassen sich auf eine mangelhafte Reinigung zurückführen.

Das richtige reinigungsprodukt

Viele Menschen möchten sich richtig sauber fühlen und verbinden dieses Gefühl mit Seife und Schaum. Leider sind bei Reinigungsschäumen und Reinigungsgels häufig die pH Werte nicht ausbalanciert und optimal. D.h. das Gesicht ist zwar nach der Anwendung sauber aber auch angreifbarer, weil, wie wir oben gelernt haben die Schutzbarriere hierfür verantwortlich ist und diese hat einen bestimmten pH Wert (zwischen 4,5 und 5,75) auf den unbedingt Rücksicht zu nehmen ist.

Keine milch bei fettiger haut

Auch das stimmt häufig nicht! Zu viel Öl-Produktion lässt sich ebenfalls oft auf eine nicht intakte Hautbarriere zurückführen. Je mehr die Haut dann ausgetrocknet wird, durch z.B. oben genannte Produkte, desto mehr versucht der Körper wiederum dies auszugleichen, indem er noch mehr Öl nachproduziert. Und auch “fettige” Häute können gleichzeitig einen Mangel an wichtigen Fetten aufweisen. Die Balance ist das Entscheidende!

Säuren

Mit Säuren sind sogenannte Fruchtsäuren gemeint. Dazu gehören α-Hydroxysäuren, (alpha hydroxy­ acids), was ihnen die Abkürzung AHAs eingebracht hat. Wichtige Vertreter: Glykolsäure, Zitronen­säure, Apfelsäure und Milchsäure. Und wozu? Fruchtsäuren lockern den Verbund zwischen den einzelnen Hornzellen auf, tote Hornschüppchen können so leichter abgetragen werden. Wie nach einem Peeling wirkt die Hautoberfläche dadurch gleichmäßiger und feiner, Fältchen erscheinen glatter. Gleichzeitig kommt es aber nicht zu Gewebeschäden, wie das meistens bei Peelings mit Kügelchen oder anderen Schleifpartikeln der Fall ist. Ein weiterer Effekt: die nach oben verdünnte Epidermis sendet ein Signal und bringt in der Basaltschicht neue Zellen zutage. Das macht die Haut im Endeffekt vitaler und widerstandsfähiger.

Früher war die Säurebehandlungen nur Hautärzten und Heilpraktikern vorbehalten, in geringer Konzentration auch den Kosmetikerinnnen. Mittlerweile sind aber sehr gute und auch sichere Produkte für die Heimanwendung auf dem Markt. Zum Beispiel in Form von Lotionen, die nach der Reinigung den pH Wert wieder stabilisieren und die Wirkstoff-Aufnahme vorbereiten.

Einziger Nachteil: die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenstrahlung nimmt zu. Da Sonnenstrahlung aber der Hautalterungs-Faktor Nummer 1 ist, sollte sowieso immer ein Lichtschutzfaktor im anschließenden Pflegeprodukt enthalten sein.

Schutz – die Pflege

Die Pflege-Creme hat nicht nur die Aufgabe, die Haut geschmeidig und forever young zu halten – sondern Sie ist für die Gesunderhaltung ebenfalls nicht wegzudenken. Abgestimmt auf den momentanen Hauttyp, der sich durch viele Faktoren zeitweise ändern kann (Hormone, Jahreszeit, Klima etc.), versorgt Sie die Haut mit wertvollen Ölen und Feuchtigkeit. Dadurch wird der Säureschutzmantel – die Hautbarriere stabilisiert und geschützt. Ein Lichtschutzfaktor von mindestens 25, besser 50 ist heutzutage ein Muss und in vielen Pflegecremes bereits enthalten.

Achtung

Vor allem durch sehr schlaue Marketing-Strategien, sollte man sich heutzutage die Produkte, die man selbst verwenden möchte genau anschauen und diese auf Herz und Nieren prüfen, was Konservierungsstoffe (z.B. Parabene), Duftstoffe und auch Mikroplastik betrifft. Nicht nur Nachhaltigkeit spielt eine Rolle, sondern auch der Faktor, dass viele Menschen mittlerweile häufig unverträglich auf die genannten Inhaltsstoffe reagieren und sich damit mehr schaden als zur langen Vitalität und Jugendlichkeit beizutragen. Auch was uns oft als natürlich oder biologisch verkauft wird muss nicht unbedingt auch so sein. Die Verkaufspsychologie ist sehr erfinderisch. Gleichzeitig muss erwähnt werden, dass Naturkosmetik ebenfalls nicht für alle passend ist. Vor allem Kräuterauszüge sind für viele Menschen durch ein hohes Allergiepotential problematisch. Es gibt also nicht richtig und falsch was für Alle passt sondern nur passgenau und maßgeschneidert. Hinzu kommen die persönlichen Vorlieben, die um dauerhaft motiviert zu bleiben auch befriedigt werden sollten.

Reinheit, Transparenz und Qualität der Inhaltsstoffe sollten dabei entscheidend sein. Man kann im Übrigen für jeden Geldbeutel – sprich auch in günstigeren Segmenten gute Produkte finden, mit denen man alles richtig macht.

Expertenberatung

Nicht nur ästhetisch ausgerichtet Hautärzte und Heilpraktiker, sondern auch passionierte Kosmetikerinnen können den Zustand der Haut professionell beurteilen und Heimpflegepläne erstellen.

Und abschließend: Hautpflege ist wahrlich nicht nur Frauensache! Auch Männer dürfen es sich Wert sein die eigene Haut gesund zu erhalten.

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